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Neues bei 356

Bloggerstress und Kartoffelglück

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Zur Zeit gibt es auf vielen privaten Blogs nur ein Thema: dsgvo
 Termin: ab 25. Mai. Aber was heisst das??
Ehrlich gesagt - ich habe keinen Schimmer, wie ich damit umgehen soll. Es geht wohl um Fotos, die Menschen abbilden, und um den Datenschutz für Kommentierende. Alle Ratschläge, die ich gelesen habe, scheinen Programmierkünste vorauszusetzen.
Hier gibt es ein paar rechtliche Tipps.
Diese Bloggerin hat sich gründlich damit auseinandergesetzt (ich verstehe hauptsächlich Bahnhof).
Keine Ahnung ob ich mit dem Verlinken schon wieder gegen irgendwelche Gesetze verstoße...
Ansonsten warte ich jetzt erst mal ab. Zitat von Luisa:
in der tiefe des stroms
ruhen ungestört
die nutzungsbedingungen



Zurück in die Küche. Ein Leben ohne Kartoffeln? unmöglich.
Irgendeine Art von Kartoffelgericht gibt es überall. Kartoffelpuffer oder /plätzchen/küchlein, Reiberdatschi, Fingernudeln, Latkes, Chips, Bratkartoffeln, Brühekartoffeln OMG...nicht zu vergessen - die göttlichen Gnocchi! Und - Überraschung, von A…

Wir in Bayern

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In meinem Körper, ja, da bin i dahoam! Und Bratkartoffeln sind dort auch jederzeit willkommen!



Heute vertrat ich eine Kollegin bei einer mir ganz unbekannten Gruppe von MigrantInnen. Es hat solchen Spaß gemacht, mit Frauen aus Indien, Ungarn, Ukraine, Italien und Männern aus Afghanistan, Irak und Iran zu sprechen, die sich untereinander alle wunderbar verstehen. Die Italienierin erzählte begeistert, dass der irakische Kollege, der Koch ist, einmal für die ganze Gruppe Tiramisú gemacht hat! Das nenne ich gelungene Intra-Integration.






Und gestern abend, da war ich eingeladen zu einem Geburtstag auf dem Dorf. Die eingeladenen Dörfler engagieren sich auf allen möglichen Ebenen für eine Gruppe nigerianischer Frauen, die in einem Haus "untergebracht" sind, das so weit draußen in der Pampa ist, dass es für sie extrem schwierig ist, Sprachkurse zu besuchen, ganz zu schweigen von einkaufen, Arztbesuche etc.
Die Menschen in Bayern sind also schon wesentlich weiter in ihren praktische…

Ich kann auch gesund! Ein Meckerpost.

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Ich fühle mich oft nicht mehr richtig zuhause in der schönen neuen Welt der sozialen Medien. Wenn ich witzige Bemerkungen mache, findet man meinen Humor oft zu grob. Wenn ich die Worte "hygge", "achtsam" oder "shabby" höre, kriege ich Sodbrennen. 
Ich bin einfach nicht nett genug, zu alt und zynisch für diese flauschige, ironiefreie Welt.
Instagram mag ich sehr, aber wenn ich noch einen Toast mit Avocado in immer neuen Varianten, oder ein weich laufendes Eidotter mit dem Hashtag "#eggporn"  (Eierporno? Hallo?) sehe, laufe ich schreiend davon (gebe aber zu, dass ich auch schon pochierte Eier fotografiert habe, nur war es da noch kein Porno).
Natürlich liebe ich es, mein Essen möglichst appetitlich zu fotografieren, aber der globale Deko-Fetisch weckt in mir den Impuls, nur noch braunes Gulasch zu präsentieren.

Also gibt es heute mal was Braunes zu essen. Ich konnte zwar der ideologischen  Körnerfresserei in den 70-er-Jahren nichts abgewinnen, und …

Turbofrühling

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Neulich sah ich bei Petra  den wunderschönen Tulpenrausch und schaute dann meinen Tulpenstrauß an, der unglaublich elegant schon wieder am Verblühen ist. Die Abfolge von Schneeglöckchen zu Anemonen und Leberblümchen zu Tulpen und Traubenhyazinthen zu Flieder und Erdbeerblüten war dieses Jahr besonders rasant. Kaum freute man sich über blühenden Waldboden, duftete schon das ganze Dorf nach Flieder. Und in München blühen die Kastanien. Seit zwei Wochen gehe ich im Steinsee schwimmen.
***
This spring is doing everything all at once and extra fast. I don't remember feeling comfortable swimming in my local lake so early in Spring. This year, April was a colour and sunshine explosion, everything seemed to bloom at the same time.


Außerdem gibt es schon Rhabarber. Wer liebt ihn nicht!?!
Für einen Besuch der Lieblingsnichte wagte ich ein Experiment mit Rhabarber-Grießbreikuchen, ein Rezept aus dem Allgäu. Es klingt eigentlich grauenhaft, schmeckte aber fantastisch und wird sicher ein Famil…

Auf nach Eulenau!

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Flanieren, Pflanzen kaufen, schöne Schals aus Alpakawolle anprobieren, duftendes Räucherwerk und leckerer Räucherfisch, in der Sonne unter blühenden Apfelbäumen sitzen und eine Zitronen-Weißweinbowle trinken... und das nur eine halbe Stunde von Grafing entfernt (ca.50 Minuten von München). Der diesjährige Weibamarkt ist was ganz Besonderes: weitläufig, nahe an der Natur (und an der Autobahn), auf dem Grundstück eines alten Gutshofs, Eulenau.
Auf dem Weg nach Bad Feilnbach bin ich oft mit Luisa dort vorbeigefahren, es sah immer ein bisschen verfallen und mysteriös Rocky-Dockymäßig aus.
Aber hinter dem Anwesen ist eine riesige Wiese; die Frauen haben tagelang gemäht und ausgeräumt, und das hat sich gelohnt. Es ist eine blütenübersäte Idylle voller farbenprächtiger Standl, es gibt zu essen und zu trinken - für mich natürlich Priorität.
Zum Glück steht auch noch ein sonniges Wochenende bevor. Wer hinfahren will: noch heute und morgen, Autobahnausfahrt Bad Feilnbach und dann kommt gleich …

Die fleißige Hausfrau

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Heute bin ich außerordentlich zufrieden mit mir. Ich habe gestöbert. Dieses Wort, das meine Oma jedes Frühjahr in die Tat umgesetzt hat, war mir völlig aus dem Gedächtnis gefallen. Aber als meine Nachbarin mich bei meinen Aktivitäten beobachtete, sagte sie kenntnisreich: "Ah, Sie dean stöbern".  Stöbern ist etwas, das mich und andere Hausfrauen (ich kenne keine Männer mit Stöber-Gen) überkommt, wenn die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und man zum ersten Mal Fenster und Terrassen/Balkontüren aufreißt. Dann sieht man nämlich, dass die Fenster geputzt werden müssen: die Sonne bringt es an den Tag! Plötzlich fällt mir auf, dass ALLES dreckig ist. Im Winter reicht es, die Brille abzusetzen und hin und wieder mit dem gehassten Staubsauger in die Ecken zu fahren. Aber jetzt. Hallo wach. Und wenn ich mal anfange, gibt es keinen Halt. Das Sofa von der Wand weg - oh Graus, da krabbelt ein Ohrenschlüpfer, der hat da überwintert. Ok. Hier hilft nur noch der volle nukleare Einsatz. N…

Blauer Kaas und gelbe Blumen

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Im Garten habe ich diese Bluebells gefunden, die haben sich wohl auf dem Weg nach England hierher verirrt.
Alles ist blau und grün und gelb in diesem Frühling. Sogar die Kartoffeln vom Viktualienmarkt waren blau und rosa. Mein Instagramverseuchtes Hirn lechzte sofort nach einer Gelegenheit, etwas Unvergleichliches zu komponieren.
Und so koche ich die Kartoffeln: aufsetzen, an den Computer gehen und sie  komplett vergessen. Erst der vertraute Geruch nach Verbranntem ruft mich in die Küche. Was ich schon Töpfe geschwärzt habe! Meistens kriege ich sie mit dem Edelstahlkratzer wieder sauber. Wenn's schlimm ist, hilft eine Handvoll Waschpulver, Wasser drauf und tagelang im Keller stehen lassen, bis sich das Schwarze von selber gelöst hat. Leider nicht die Öko-Lösung. Dafür habe ich beim Waschen die Waschmittelzufuhr schon aufs Minimum gebremst; ein paar verbrannte Töpfe sind da schon noch drin.
Diesmal konnte ich die Kartoffeln noch vor Schwerstverbrennungen retten.
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Added to all t…

Lieblingsbeschäftigungen

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Gestern noch strahlender Terrassentag. Fenster putzen quasi ein Vergnügen. Gin&Tonic abends unterm Sonnenschirm.
Dann ein Sonntag, der als sonnig angekündigt wird und morgens schon als grauer Lappen vor den Fenstern liegt. Da heißt es mutig sein, einfach ganz viel kochen, zwei Kuchen backen und den restlichen Tag vor dem Fernseher liegend verbringen. Zwischen Snacks, Mahlzeiten und Tee-und-Kuchen darf man dann so richtig hemmungslos Serien  schauen. Zur Zeit Mad Men, Jahre zu spät, dafür aber am Stück.

Was es heute alles gab: natürlich Frühstück. Nudeln (paccheri, die Instagram-Trendnudel - mir ist zum Ausprobieren nichts zu blöd) mit perfekter Tomatensoße und buttrigen Zucchinistreifen. Apfelkuchen und Mini-Guglhupf. Lindt Schokolade, Extradunkel. Kartoffel-Kressesuppe mit Bärlauchpesto (wir hatten ausreichend Bewegungsbedürfnis, die Kresse doch zu Fuß am Bach zu holen) und dazu im Waffeleisen getoastetes Schinken-Käsebrot. Das wird mit dem fluffigen Weißbrot gemacht, das am Woc…

Im Blütenrausch

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Ich weiß nicht, ob ich mir das einbilde, aber es kommt mir so vor als hätte es noch nie im Frühjahr so eine üppige, übermäßige Fülle von Blumen gegeben. Nach dem viel zu langen, viel zu kalten März sind innerhalb weniger Tage die gelben Büsche explodiert, an den Bäumen sprießen die Blätter und Knospen, und die Waldböden sind bedeckt von blauen, weißen, lila, rosa Blümchen. Ganz zu schweigen von den Bärlauchteppichen in vielen Wäldern. Aber um Bärlauch geht es hier heute nicht.

Ich bin ganz verzaubert von der Großzügigkeit der Natur - nie ist sie mir  robuster und kostbarer vorgekommen als jetzt, wo sie praktisch schon als Auslaufmodell gehandelt wird. Flächenfraß! Plastik überall! Wasser von der intensiven Landwirtschaft vergiftet! Artensterben.
Ich kann es nicht glauben, wenn ich die klaren Bächlein mit der Kresse am Ufer, die Veilchen an den Hängen, fast ausgestorbene Blüten wie den Seidelbast kräftig wachsen sehe und die Vögel vor meinem Fenster rumplärren. Irgendwie zeigt die Nat…